Ratgeber Arthritis

Informationen für Betroffene und Angehörige

Diagnose

Rheumatoide Arthritis kann durch verschiedene Untersuchungsschritte festgestellt werden: durch allgemeine körperliche Untersuchungen, Blutuntersuchungen und durch die Analyse von Röntgenaufnahmen der betroffenen Gelenke. Bei einer allgemeinen körperlichen Untersuchung können äußerlich sicht- und fühlbare Veränderungen wie Schwellungen und Rötungen festgestellt werden. Auch auf Röntgenaufnahmen können typische Veränderungen der Gelenke sichtbar gemacht werden. Das Blut eines an rheumatischer Arthritis erkrankten Menschen kann bestimmte Veränderungen aufweisen: Durch die Entzündung sind die Entzündungswerte erhöht (Anstieg des C-reaktiven Proteins, der Leukozyten und der Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit), es kann eine Blutarmut bestehen und/oder der sog. Rheumafaktor kann ermittelt werden.

Für die Diagnose von rheumatischer Arthritis wurden von der wissenschaftlichen Vereinigung American College of Rheumatology (ACR) sieben Kriterien aufgestellt. Vier von diesen Kriterien sollten für eine Diagnose erfüllt sein: – Morgensteifigkeit der betroffenen Gelenke (länger als sechs Wochen beobachtbar) – symmetrisch auftretende Beschwerden (länger als sechs Wochen beobachtbar) – Finger- und Handgelenke sind betroffen (länger als sechs Wochen beobachtbar) – tastbare Schwellungen an drei bzw. mehr als drei Gelenken (länger als sechs Wochen beobachtbar) – auf Röntgenbildern sichtbare Gelenkveränderungen – bestehende Rheumaknoten – der Rheumafaktor konnte im Blut nachgewiesen werden

Bei der Bestimmung des sog. Disease Activity Score (DAS) werden Beobachtungen zu 28 Gelenken zugrunde gelegt. Die Aktivität der Krankheit wird dann auf einer Skala von 0–10 erfasst.

Auch bei der bakteriellen Arthritis können krankhafte Veränderungen der Gelenke ertastet oder durch bildgebende Verfahren sichtbar gemacht werden. Die Blutwerte können auch im Fall der bakteriellen Arthritis entzündungsbedingte Besonderheiten aufweisen, welche durch Untersuchungen des Blutes im Labor ermittelt werden können. Labortechnisch untersucht wird in diesem Fall auch häufig die Gelenkflüssigkeit. Entnommen wird diese mittels einer sog. Gelenkpunktion, bei der etwas Flüssigkeit des betroffenen Gelenkes mit einer Nadel entnommen wird. Die Arthritis-verursachenden Bakterien können dann u. U. in der Flüssigkeitsprobe ermittelt werden. Typische Symptome der bakteriellen Arthritis , die durch eine Infektion im Körper ausgelöst wird, sind Fieberanfälle.

sz

lungenemphysem.info bookmarken

Weitere Artikel im Bereich Diagnose:

Diagnose

Der Startartikel in diesem Bereich gibt Ihnen einen allgemeinen Überblick über Symptome und Diagnose von Arthritis.

Arthritis-News von Curado.de

  • Jung, krank und auf der Suche nach dem richtigen Job
    „Vertraue auf deine Stärken, tausche dich aus und informiere dich über viele Berufswege und Fördermöglichkeiten“, so lauten die Erfahrungen junger Leute, die trotz Rheuma ihren Traumberuf doch noch gefunden haben. Ein Schwerbehindertenausweis hat durchaus Vorteile, zum Beispiel wenn Stellen explizit für behinderte Mitarbeiter bereit gehalten werden.
  • Auch chronisch Kranke haben Recht auf Rückerstattung von Reisekosten
    Eine rheumatisch vorbelastete Frau hatte vor der Buchung ihrer Urlaubsreise von ihrem Arzt die Reisefähigkeit attestiert bekommen. Kurz vor dem Abreisetermin trat dann aber ein heftiger, akuter Rheumaschub auf, der eine stationäre Behandlung erforderlich machte und alle Reisepläne platzen ließ. Daraufhin wollte die Frau die Reiserücktrittversicherung Ihrer goldenen Kreditkarte geltend machen.