Ratgeber Arthritis

Informationen für Betroffene und Angehörige

Therapie

Rheumatoide Arthritis ist noch nicht heilbar. Die Therapie zielt daher auf die Linderung bzw. zeitliche Verzögerung der krankheitsbegleitenden Beschwerden und möglicher Folgen ab. Hierbei werden oft verschiedene Behandlungsmethoden individuell miteinander kombiniert. Medikamentöse Therapie oder u. U. operative Eingriffe werden häufig ergänzt und unterstützt durch Ergo- und/oder Physiotherapie. Auch zu auf den Betroffenen ausgerichteten sportlichen Aktivitäten wird häufig geraten. Folgen wie Gelenkunbeweglichkeit soll dadurch vorgebeugt werden.

Operationen, bei denen nach der Öffnung des betroffenen Gelenkes das Gelenk gespült und durch eine Drainage gereinigt wird, werden häufig bei der bakteriellen Arthritis notwendig. Ergänzend dazu werden Medikamente verordnet, die – wie z. B. Antibiotika – individuell und abgestimmt auf die krankheitsverursachenden Keime gewählt werden.

Eingesetzte Medikamente in der Arthritis-Therapie sind zum einem Schmerzmittel, die der Linderung der meist starken Schmerzen dienen, und zum anderen sog. Basistherapeutika, die Einfluss auf den gesamten Krankheitsverlauf nehmen sollen. Als Schmerzmittel kommen u. a. Ibuprofen oder Paracetamol infrage. Bei akuten Entzündungen wird auch auf Medikamente mit dem Wirkstoff Kortison zurückgegriffen. Im Gegensatz dazu stehen die sog. Basistherapeutika, die langsamer wirken und die Krankheitssymptome langfristig mildern sollen. B-Zellen, die das Oberflächenprotein CD20 tragen, sind mitverantwortlich für die Entstehung der rheumatoiden Arthritis und deren Aufrechterhaltung. Durch Basistherapeutika, sog. B-Zell-Hemmer, soll dieser Mechanismus geschwächt werden. Mit einem anderen Wirkstoff macht man sich das Wissen um den sog. Tumor-Nekrose-Faktor alpha (TNF-alpha) zunutze: Diese körpereigene Substanz löst Entzündungen im Körper aus oder verstärkt diese. Mit sog. TNF-alpha-Blockern soll die Funktion des TNF-alpha gehemmt und somit die Erkrankung gemildert werden. Bei einer Unverträglichkeit dieser Medikamente kann man z. B. auf die zuvor genannten Basistherapeutika zurückgreifen.

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